Stop Plastik

Keine Einwegprodukte bei öffentlichen Veranstaltungen in Edertal

Die Gemeindevertretung Edertal beschließt einen Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei Veranstaltungen auf dem Gemeindegebiet auf Einweggeschirr, -becher und -besteck zu verzichten. Die Nationalparkgemeinde Edertal nimmt in künftigen Pachtverträgen mit Gastronomen, Veranstaltern oder Marktbeschickern einen entsprechenden Hinweis auf. Örtliche Vereine und Verbände werden auf die Möglichkeit der Verwendung von Geschirr aus den Dorfgemeinschaftshäusern (DGH) hingewiesen. Die Mitglieder der Gemeindevertretung haben kontrovers über den Antrag diskutiert. Am Ende stimmte eine Mehrheit für den von uns GRÜNEN eingebrachten Antrag.

Feste und Veranstaltungen haben Vorbildcharakter, um plastikfreies Handeln zu demonstrieren. Es geht nicht darum, den Werkstoff Plastik generell schlecht zu reden. Plastikprodukte sollten aber nicht hergestellt werden, um sie dann sofort wieder wegzuwerfen, wie es vor allem bei Einwegplastikflaschen und Plastikgeschirr der Fall ist. Das EU-Parlament hat zwar bereits einen entsprechenden Verbotsbeschluss gefasst, der jedoch erst 2021 in Kraft tritt. Die Kommunen sollten bereits jetzt damit beginnen, auf Plastik zu verzichten.

In Deutschland wurden 2017 laut Zahlen der Verpackungsbranche knapp 4,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen produziert. Rund 5 bis 13 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle landen jährlich in den Weltmeeren und werden dort langsam zu Mikropartikeln zersetzt. Diese Mikropartikel wurden bereits in rund 600 Meerestierarten (und ebenfalls im in der Küche sehr beliebten Meersalz) nachgewiesen. Um dieser Gefahr entgegen zu steuern, müssen auch Städte und Gemeinden Verantwortung übernehmen. Sie müssen Verbraucher*innen sensibilisieren, damit künftig bei Festen und Veranstaltungen kein Plastikmüll mehr anfällt.

Antrag als PDF downloaden

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren

Verwandte Artikel